W2-Professur für Pränatale Medizin und Fetale Therapie

Justus Liebig Universität Giessen

Deutschland

Im Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und in der Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) GmbH, Standort Gießen, ist zum nächstmöglichen
Zeitpunkt die


W2-Professur für Pränatale Medizin und Fetale Therapie


unter Beachtung des § 61 Abs. 7 Hessisches Hochschulgesetz (HHG) im außertariflichen
Arbeitsverhältnis zu besetzen; es gelten die Einstellungsvoraussetzungen nach § 62 HHG.


Aufgaben:


Mit der Professur ist die Leitung der Sektion für Pränatale Medizin und Fetale Therapie in der Klinik für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe verbunden. Die zukünftige Stelleninhaberin/Der zukünftige
Stelleninhaber hat die Aufgabe, das Fach in Forschung, Lehre und Krankenversorgung in seiner
vollen Breite und seinem gesamten Spektrum zu vertreten. Die mit der Professur zusammenhängenden Aufgaben im Bereich der Krankenversorgung werden seitens des Universitätsklinikums
geregelt.


Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Betreuung und Outcome-Verbesserung angeborener
Herzfehlbildungen in Kooperation mit dem Kinder-Herz-Zentrum, insbesondere bei Feten/Kindern mit
hypoplastischem Linksherz. Darüber hinaus ist die fetal-maternale Entwicklung bei pulmonaler
Hypertension mit Auswirkungen auf die Schwangerschaft von besonderem Interesse. Die Behandlung
pränataler Fehlbildungen umfasst neben der Diagnostik mit fetalem Ultraschall und Einbeziehung von
MRT-Untersuchungen auch umfassende Kenntnisse in der Durchführung invasiver
fetaltherapeutischer Eingriffe.


Die Professur soll in einer gemeinsamen Konzeption eines geburtshilflichen und perinatologischen
Schwerpunktes weiterentwickelt werden. Für die Aspekte der fetalen Therapie ist eine enge
Kooperation innerhalb der Frauenklinik, mit der Kinderchirurgie und allen weiteren chirurgischen
Disziplinen in Abhängigkeit des betroffenen Organes sowie der Neonatologie gewünscht.
Während der Tätigkeit an der JLU werden Publikationen in ausgewiesenen nationalen und
internationalen Zeitschriften sowie Erfolge in der eigenständigen Einwerbung von Drittmittelvorhaben
(vorzugsweise DFG) erwartet. Die Bewerberin/Der Bewerber sollte sich aktiv in bestehende
Forschungsverbünde einbringen, selbstständig Forschungsprojekte und neue Verbünde sowie
nationale und internationale Vernetzungen organisieren. Die Mitarbeit im Gießener Graduiertenzentrum Lebenswissenschaften (GGL) wird erwartet, im strukturierten Promotionsprogramm (JLU
TRAINEE) und im Clinician Scientist Programm (JLU-CAREER) zur Förderung des wissenschaftlichklinischen Nachwuchses wird erwünscht.


Eine Integration in einen der Forschungsschwerpunkte des Fachbereichs sowie der Universität –
Onkologie und Tumorbiologie, Kardiopulmonales System, Infektion, lnflammation und Immunität sowie
der universitären Schwerpunkte Reproduktion und Reparation/Regeneration – wird erwartet.
Die Universitäten Gießen und Marburg haben mit der Technischen Hochschule Mittelhessen eine
Forschungsallianz gegründet (Forschungscampus Mittelhessen), in deren Rahmen die beiden
Fachbereiche Medizin eine strukturierte Kooperation auf der Basis abgestimmter Schwerpunkte
praktizieren. Von den Bewerberinnen/Bewerbern wird entsprechend die Bereitschaft zur hochschulund fachbereichsübergreifenden Kooperation und Mitarbeit in Verbundprojekten erwartet.
Insbesondere werden eine standortübergreifende patientenorientierte klinische Forschung und die
Beteiligung an gemeinsamen klinischen Studien vorausgesetzt.
Eine Integration von Genderaspekten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung wird ausdrücklich
gewünscht.


Voraussetzungen:


Erwartet werden neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium der Medizin die für die Erfüllung
der Aufgaben gem. § 61 Abs. 1 HHG erforderliche Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der
Regel durch eine herausragende Promotion nachgewiesen wird, einschlägige zusätzliche
wissenschaftliche Leistungen (z. B. Habilitation, international sichtbare fachspezifische Publikationen),
die Gebietsanerkennung als Ärztin/Arzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit der Zusatzbezeichnung spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin und der vollumfänglichen Weiterbildungsberechtigung sowie Erfahrungen bei der Koordination wissenschaftlicher Projekte in interdisziplinären
Netzwerken, weiterhin Erfahrungen und Erfolge in der Drittmitteleinwerbung, vorzugsweise bei der
DFG. Des Weiteren ist der Nachweis einer besonderen pädagogischen Eignung als Befähigung
erforderlich, das Fachgebiet in der akademischen Lehre mit großem Engagement in seiner vollen
Breite zu vertreten. Darüber hinaus werden Publikationen in ausgewiesenen nationalen und
internationalen Zeitschriften erwartet.


Die Stelleninhaberin/Der Stelleninhaber soll eine spezielle Expertise in fetaler Echokardiographie,
besonders in der frühen fetalen Echokardiographie, in der perinatalen Kardiologie und der
allgemeinen Fehlbildungsdiagnostik besitzen. Des Weiteren soll die künftige Stelleninhaberin/der
künftige Stelleninhaber eingehende Kenntnisse in der Diagnostik pränatal behandelbarer
Fehlbildungen und deren Therapie besitzen. Es wird eine DEGUM Stufe III Qualifikation erwartet.
Es wird vorausgesetzt, dass die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber über die für die Wahrnehmung
der beschriebenen Leitungsaufgaben notwendige Leitungserfahrung verfügt.


Die JLU strebt einen höheren Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich an; deshalb bitten wir
qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben. Aufgrund des Frauenförderplanes
besteht eine Verpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils. Die JLU verfolgt auch das Ziel einer
verstärkten Gewinnung von Führungskräften mit Gender- und Familienkompetenz. Die JLU versteht
sich als familiengerechte Hochschule. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind willkommen.


Ihre Bewerbung (keine E-Mail) richten Sie bitte unter Angabe des Aktenzeichens K-11/19 mit den
erforderlichen Unterlagen einschließlich aussagefähiger Belege über Ihre pädagogische Eignung bis
zum 19. August 2019 an den Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen, Erwin-SteinGebäude, Goethestraße 58, D-35390 Gießen. Zu den Einstellungsvoraussetzungen und
erforderlichen Bewerbungsunterlagen wird empfohlen, unsere Hinweise unter http://www.unigiessen.de/stellenmarkt/merkblatt.pdf zu beachten. - Bewerbungen Schwerbehinderter werden - bei
gleicher Eignung - bevorzugt. Wir bitten, Bewerbungen nur in Kopie und ohne Hefter/Hüllen
vorzulegen, da diese nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt werden.


Darüber hinaus erbitten wir zusätzliche Angaben auf unserem Bewerbungsbogen, zu finden unter
http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb11/dekanat/dekanat/ref1. Bitte senden Sie alles möglichst auch
digital auf Datenträger.


Bitte beziehen Sie sich in Ihrer Bewerbung auf AkademischeStellen.com

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